
Die Freude am Auto steht im Mittelpunkt
InterClassics Maastricht, die größte Oldtimer-Messe der Benelux-Länder, ist längst eine der besten Adressen zum jährlichen Saisonauftakt in der europäischen Autoszene. So präsentierte sich auch die 31. Auflage am dritten Januar-Wochenende 2026 im Maastrichter Expositie Congres Centrum (MECC) an vier Tagen mit mehr als 300 Ausstellern in mehreren Ausstellungsbereichen. Rund 800 Fahrzeuge boten eine atemberaubende Sammlung legendärer, seltener und hochkarätiger Oldtimer, darüber hinaus eine breite Palette aktueller Bestseller.
Die beliebte Veranstaltung im Dreiländereck Niederlande, Belgien und Deutschland zieht jedes Jahr mehr als 35 000 Auto-Fans und -Sammler aus ganz Europa an. Das erstklassig organisierte Event vermittelt vielen Besuchern nicht nur einen gewissen familiären Charakter, sondern es bleibt auch ein schillerndes Spektakel, das die beeindruckende Geschichte sowie den zeitlosen Reiz klassischer Fahrzeuge feiert, andererseits das Automobil in der Gegenwart und Zukunft thematisiert.
Die besondere Atmosphäre und die zahlreichen Highlights, u.a. der Verkauf von historischen Autos, Youngtimern, Supersportscars und aktuellen Wagen aller Marken und Preissegmente „vor Ort“ machen die Veranstaltung seit Jahren zu einem der beliebtesten Ziele für die automobile Fan-Gemeinde in Europa.

Auch deshalb, weil viele Aussteller in ihren gut sortierten Verkaufsständen Auto-Ersatzteile, Automobilia-Utensilien, Miniatur-Modelle, Erinnerungsstücke, Zubehör, Aufkleber, Gemälde und Kunst-Accessoires offerieren. Sie sorgen mit dafür, dass den so genannten Petrolheads nahezu alle Wünsche erfüllt werden.
Außerdem wird die Attraktivität der Messe durch jährliche spezielle Themen-Ausstellungen, in diesem Jahr durch mehrere Japan-Klassiker („Legends of the Rising Sun“) erhöht.
Japanische Sport- und Rennwagen, die weltweit zu wahren Ikonen wurden, standen diesmal im Mittelpunkt der Oldtimer-Messe. Vom eleganten Toyota 2000GT bis hin zum brachialen Mazda 787B, InterClassics zollt der japanischen Autowelt den Tribut, die Technik und Tradition auf beeindruckende Weise verbindet.

Dem Veranstalter gelingt es dadurch, eine Brücke zwischen Nostalgie und Innovation zu schlagen. Fahrzeuge aus Japan galten einst als rein funktional, doch längst wurden viele von ihnen zu legendären Modellen – sowohl im täglichen Straßenverkehr als auch auf den Rennstrecken der Welt.
„Legends of the Rising Sun“ zeigt anhand von 20 Spitzenexponaten, wie japanische Hersteller wie Toyota, Honda, Nissan und Mazda Grenzen verschoben haben und neue Maßstäbe in Leistung, Zuverlässigkeit und Design setzten.







Zahlreiche andere Aussteller (Händler, Restauratoren, Fachbetriebe und Firmen aus der Zubehörbranche) beraten und informieren über mögliche Dienstleistungen und entsprechende Produkte aus ihrer Angebotspalette wie Motorkühler, Werkzeuge oder größere Sortimente von Ersatzteilen.
Wenn es um automobile Literatur geht, führt bei der Maastrichter Messe kein Weg am weltweit führenden und -bekannten Unternehmen „Chaters Motoring Booksellers“ aus Hook (Großbritannien) vorbei. Chaters, spezialisiert auf Bücher über Marken/Hersteller, Oldtimer, Motorsport-Bände und alle relevanten Titel über Monografien sowie Typen-Handbücher, genießt seinen excellenten Ruf in der Branche durch die kompetente Beratung, die immense Auswahl, den sehr guten Service und den ausgezeichneten Versandhandel. Kurzum: Wer Literatur-Fragen zu klassischen und aktuellen Fahrzeugen, zum Thema Rennsport, zu Fach-Verlagen, Automobil-Journalisten, -Autoren, Magazinen, Periodika, Reparatur- und Wartungshandbüchern hat, ist bei Paul und Clive Stroud, die Chaters vertreten, bestens aufgehoben.
Für Motorradfans, Luftfahrt- und Militaria-Interessierte und die Freunde mit dem Hobby „Eisenbahn“ ist Chaters gleichfalls ein kompetenter Ansprechpartner.
Übrigens: Chaters steht seit Beginn der 1990er-Jahre auch der Trips-Stiftung, wenn es um historische Motorsport-Literatur, im Besonderen um Veröffentlichungen zu Wolfgang Graf Berghe von Trips geht, stets zur Seite.
Auch bei der kürzlich durch die Trips-Stiftung initiierte Spenden-Aktion für die Kinderkrebshilfe muss Chaters als beispielhafter Unterstützer genannt werden: Den Erlös in Höhe von 900 Euro für die bei der InterClassics veräußerten Jochen Mass-Bücher werden der Kinderkrebshilfe zugeführt. An dieser Stelle im Namen des Vorstandes und des Stiftungsrates der „Gräflich Berghe von Trips’schen Sportstiftung zu Burg Hemmersbach“ ein herzliches Danke an Clive und Paul Stroud.

Eine der diesjährigen InterClassics-Attraktionen war die Sim-Racing-Veranstaltung „Sim Formule Europe“. Besucher konnten dort auf High-End-Simulatoren fahren, Wettbewerbe hautnah verfolgen, Hardware testen und erleben, wie Sim-Racing und echte Klassiker zusammenkommen – oft mit speziellen Sim-Rennen auf einer virtuellen Strecke durch Maastricht. Tickets für die InterClassics berechtigten auch zum Zugang zur Sim Formula Europe, was ein kombiniertes Erlebnis aus Oldtimern und digitalem Rennsport bot. Große Resonanz fanden die von den Simulator-Herstellern gezeigten neuesten Technologien.
Traditionell ist die Veranstaltung schon seit längerem eine Plattform für Vereine und Organisationen, die sich mit dem Erhalt und der Pflege klassischer Automobile befassen. Diese Clubs geben ihr Wissen und ihre Expertise an die Besucher weiter, was zum lehrreichen Aspekt der Messe beiträgt. Seminare und Workshops zu verschiedenen Aspekten der Auto-Pflege und -Restaurierung sind ebenfalls gefragt und entsprechend gut belegt.
Laut Messemanager Erik Panis lockt die Hauptausstellung naturgemäß die meisten Besucher an. Panis zum bewährten Konzept: „Aber auch in den anderen Hallen des mehr als 35.000 Quadratmeter großen Ausstellungsgeländes sorgen wir mit einem Mix aus Neuem und Altem für Abwechslung.“ Panis sagt zur derzeitigen Situation der Oldtimer-Szene: „Während Youngtimer-Modelle immer beliebter werden, ergab eine von uns durchgeführte Umfrage, dass die Bewunderung für echte Klassiker keineswegs nachlässt. Dies bestätigen viele der anwesenden Händler durch eine exzellente Auswahl an ausgestellten Classic Cars, von denen viele zum Kauf angeboten werden.“
Nico Aaldering von „The Gallery Aaldering – Erlesene klassische Automobile“ in Brummen (Niederlande) erklärt: „Die InterClassics kann sich meiner Meinung nach mit internationalen Messen wie Paris und Essen messen, sie bietet viel Spannung und ist eigenständig. Außerdem ist die Halle übersichtlich, geschmackvoll und ansprechend eingerichtet, zudem hat sich die Qualität der Autos in den vergangenen Jahren stets verbessert. Man sieht, dass ein Wandel stattgefunden hat. Man kann sich eigentlich nicht mehr von diesem Ort fernhalten.“

Summa summarum: Die InterClassics Maastricht ist nach wie vor eine der prestigeträchtigsten und beliebtesten Veranstaltungen, vor allem in der Welt der Oldtimer.
Mit seiner einzigartigen Mischung aus seltenen Fahrzeugen, Bildungsinhalten, kommerziellen Möglichkeiten und sozialen Interaktionen bietet die Messe für jeden Auto-Enthusiasten etwas. Es ist eine Veranstaltung, die die Zeit überdauert, genau wie die wunderschönen Autos, die gezeigt werden.
Der Autojournalist Wouter Karssen war mehrfach vor Ort und berichtete in der „Nationale Autoshow“ von BNR Nieuwsradio: „Aber man muss kein Autokäufer sein, um einen schönen Tag auf der InterClassics zu erleben – die Messe ist abwechslungsreich, interessant und vielfältig, außerdem trifft man viele nette Leute.“
Text: Jörg-Thomas Födisch
Fotos: Rainer Rossbach, Nils Ruwisch, Jürgen Schneider, Jörg-Thomas Födisch.