
Kerpen-Horrem (zi). Die Gräflich Berghe von Trips´sche Sportstiftung in Kerpen bewahrt mit vielen Aktivitäten nicht nur das Andenken an den Rennfahrer Wolfgang Graf Berghe von Trips, der dem Horremer Adelsgeschlecht entstammte. Auch um die Familiengruft derer von Trips auf dem Horremer Friedhof bemüht sich die Stiftung und hat an dem Mitte des 19. Jahrhunderts errichteten neugotischen Denkmal in den letzten Jahren erhebliche Restaurierungsarbeiten vorgenommen. Das 170 Jahre alte Gebäude, das äußerlich wie eine kleine Kapelle erscheint, hat Probleme mit eindringender Feuchtigkeit.
Jetzt konnte die Gruft nach jahrelangem Verwaltungsprozedere offiziell als Baudenkmal in die Denkmalliste eingetragen werden. Ebenso hat der angrenzend an die Gruft gelegene sogenannte Kalvarienberg mit einem Steinkreuz den Status eines Baudenkmals erhalten. „An ihrer Erhaltung und Nutzung besteht in Gänze ein öffentliches Interesse, denn sie sind bedeutend für die Geschichte des Menschen, für Städte und Siedlungen sowie für die Kulturgeschichte“, schreibt die Stadt Kerpen in einer Mitteilung. Es bestehe „ein Interesse der Allgemeinheit an ihrer Erhaltung aus wissenschaftlichen Gründen“. Jedes Jahr legen Rennsportfans am Todestag des Rennfahrers, am 10. September, an der Gruft einen Kranz ab.
Das 1857/58 errichtete Mausoleum der Grafen Berghe von Trips befindet sich auf der Westseite des Kalvarienberges, eines wahrscheinlich künstlich angelegten Hügels, dessen Entstehungszeitpunkt nicht bekannt ist. Auf der Spitze des Hügels befindet sich das Steinkreuz, das 1853 von der Gräfin Franziska Beissel zu Gymnich gestiftet worden ist.
Die Trips-Stiftung, die Eigentümerin der Gruft ist, hatte ebenso wie der SPD-Ortsverein Horrem/Neu-Bottenbroich den Antrag auf Eintrag in die Denkmalliste gestellt. Der Landschaftsverband Rheinland hatte ein Gutachten erstellt und die Anerkennung als Baudenkmal befürwortet. Zuvor hatte die Untere Denkmalschutzbehörde der Kolpingstadt Kerpen die nötigen Schritte eingeleitet.
(Georg Zingsheim)