Die Anfänge nehmen sich bescheiden aus für den jungen Adligen, der sich gerade anschickt, in München ein Bankvolontariat anzutreten. Am 5. Januar 1955 richtet sein Mentor Dr. Hanswilly Bernartz, Präsident des Porsche-Clubs Köln, ein Schreiben an den allgewaltigen Mercedes-Rennleiter Alfred Neubauer. Er stellt dabei heraus, sein Schützling sei just deutscher Meister bei den Seriensportwagen bis 1.600 Kubikzentimeter geworden, ,,auf einem gebrauchten Porschewagen ohne jede Frisur“. Trips sei „ein ausgesprochener Kämpfer, von sehr großer Zähigkeit und einer ausgeprägten Naturbegabung für das Fahren“. Schließlich folgt sein Anliegen: „Ich möchte Ihnen darum nahe legen, bei Ihren demnächstigen Probefahrten auf der Solitude, in Hockenheim oder auf dem Ring dem Grafen Berghe von Trips die Möglichkeit zu geben, einmal einige Runden vor Ihren Augen zu fahren.“
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